Das Team wünschte klare Orientierung, bessere Erholung und eine Identität, die Kundentermine atmosphärisch aufwertet. Gleichzeitig mussten Budget, Brandschutz und Pflegeaufwand eingehalten werden. In Interviews zeigte sich der Wunsch nach Wärme statt Spektakel. Wir definierten messbare Ziele: geringere Reizüberflutung, bessere akustische Werte, mehr informelle Gespräche. Dieses Fundament erlaubte, naturbezogene Metaphern ernsthaft zu prüfen und Spielräume für Prototypen zu schaffen, ohne die operativen Anforderungen zu vernachlässigen.
Bevor dauerhaft investiert wurde, entstanden temporäre Mock‑ups: modulare Pflanzmodule, mobile Leuchten, Stoffbahnen mit Blattmustern, ein kleiner Wasserstein. Mitarbeitende testeten Fokusinseln, standen barfuß auf Kork, dokumentierten Stimmung und Produktivität. Parallel führten wir Mini-Rituale ein: fünf Atemzüge an der „Quelle“, Stillarbeit auf dem „Moosweg“, wöchentliche Pflegezeiten. Das Team übersetzte abstrakte Naturbilder in tägliche Handlungen und konnte begründet entscheiden, was dauerhaft Sinn macht.
Nicht alles wurde übernommen. Der Wasserstein blieb, weil seine ruhige Präsenz Akzeptanz fand, einige Stoffbahnen wichen robusteren Paneelen. Wichtig: Die Geschichte blieb intakt. Interne Umfragen zeigten höhere Zufriedenheit, weniger Ablenkung und mehr spontane Co‑Creation. Kundinnen sprachen die Atmosphäre aktiv an. Das Projekt bewies, dass biophiles Storytelling keine Dekoration ist, sondern eine verlässliche Struktur, die Kultur, Verhalten und Raum kohärent zusammenführt und langfristig pflegbar bleibt.
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